Persönlicher Gedankenaustausch 8. März – Kurzfassung der Resultate

In dem sehr konstruktiven Gespräch am 8. März 2010 wurden unter anderem weitere Ideen entwickelt, um den Gedenkort wieder würdig zu gestalten bzw. das Gedenken im Bewusstsein der (Mariahilfer) Bevölkerung nachhaltig zu verankern.

Nachhaltigkeit – Projektidee
Geplant ist zum Beispiel, mit der Direktion der KMS (Kooperative Mittelschule) Loquaiplatz einen Termin zu vereinbaren, um ein Projekt gemeinsam mit den SchülerInnen rund um die Gedenktafel zu initiieren. Zum Beispiel zu recherchieren, welche SchülerInnen in diese Schule gegangen sind und während der NS-Zeit emigrieren mussten, ins KZ deportiert und/oder ermordet wurden.
Hinweis auf die Berufsschule in der Mollardgasse, wo es eine diesbezügliche Tafel gibt.
Hinweis auf ein Buchprojekt über Getrud Herzog-Hauser (1894-1953), die Schülerin, später Lehrerin und für kurze Zeit Direktorin im Gymnasium in der Rahlgasse gewesen ist. Das Buch „Gertud Herzog-Hauser (1894-1953). Klassische Philologin, Universitätsdozentin und Schuldirektorin“ herausgegeben von Ilse Korotin und Heidi Schrotd ist 2009 im Praesens Verlag erschienen.

Gestaltungsmöglichkeiten
Deutlich wurde im Gespräch, dass die unreflektierte Verwendung des Begriffes „Reichskristallnacht“ im Text der Gedenktafel nicht angebracht ist.
Wichtig erscheint auch, die Schrift auf der Tafel besser sichtbar zu machen.

Ideen, wie die Tafel in Zukunft besser vor Vandalismus geschützt werden kann
Plexiglas bzw. Sicherheitsglas vor der Tafel anbringen. Dieser Vorschlag (auch vom Kulturkommissionsvorsitzenden in der Sitzung im Jänner eingebracht), wurde von der Kulturkommission abgelehnt.
Die Platten mit einer speziellen Lösung imprägnieren. Anfrage beim Bundesdenkmalamt ist in Arbeit.
Die Geschichte der Synagoge auf „Transparenten“ im Bereich der Gedenktafel „präsentieren“.
Eine Gedenktafel, ein Gedenkobjekt (zusätzlich) um den Eingangsbereich des PensionistInnenwohnheims (Loquaiplatz) anbringen.
Diskutiert wurde auch die geplante bzw. bereits zugesagte Montage eines Bewegungsmelders/eines Spots. Vorteil: Zumindest in der Nacht kann dieser präventiv gegen Vandalismus wirken. Nachteile: Wirksam nur bei Dunkelheit. Sollte der Bewegungsmelder beispielsweise an der „Decke“ montiert werden, ist er ohne Hilfsmittel leicht zu erreichen – und in Folge wäre er auch einfach zu demolieren bzw. zu „verdunkeln“. Problem: Es scheint nicht möglich zu sein, den Spot so anzubringen, daß dieser selbst vor Vandalismus geschützt ist.

Finanzieller Aspekt
Möglichkeiten, um eine Neugestaltung zu finanzieren, wurden überlegt. Hier wären zum Beispiel Mittel aus dem Bezirks-Kulturbudget oder auch seitens des Nationalfonds möglich. Angedacht wurden auch die Möglichkeiten von Sponsoring.

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