Bericht: Mariahilfer Kulturkommission am 22. April 2010

Am vergangen Donnerstag, den 22. April 2010, wurde im Rahmen der Mariahilfer Kulturkommisson über die Neu- bzw. Umgestaltung des „Gedenkortes für die Mariahilfer Synagoge“ in der Schmalzhofgasse diskutiert.

Anwesend waren VertreterInnen der SPÖ, „Die Grünen“ und der ÖVP, Herr Mag. Fastenbauer von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Frau Mag.a Petra Öllinger und Herr Georg Schober als VertreterIn der Initiative „Mariahilfer Synagoge – Für einen würdigen Ort des Gedenkens“.

Übereinstimmung bestand in der Notwendigkeit einer (inhaltlichen und formalen) Neugestaltung der derzeitigen Gedenktafel an der Rückfront des PensionistInnenwohnhauses Mariahilf. In Kooperation mit der IKG soll ein neuer Text formuliert werden.

Weiters wurde folgendes angedacht:
Einen Hinweis auf die ehemalige Synagoge auch im Bereich des Haupteinganges des PensionistInnenwohnhauses am Loquaiplatz, eventuell auch beim Nebeneingang in der Hirschengasse (mit der Option eines Hinweises auf das sogenannte „Braune Haus“ vis a vis), anbringen.

Anmerkung: Im „Braunen Haus“ bzw. „Adolf-Hitler-Haus“ in der Hirschengasse 25 schlug die NSDAP ab Dezember 1931 ihr Wiener Hauptquartier auf. Am und in diesem Haus erinnert heute nichts an dessen Vergangenheit.

Informationen über die ehemalige Synagoge im Eingangsbereich (innen) des PensionistInnenwohnhauses. Eventuell auch in Form einer „technischen“ Präsentation (Stichwort: virtuelle Synagoge). In diesem Zusammnehang gibt es auch die Überlegung, die KMS am Loquaiplatz (mit dem Schwerpunkt Medien), in diese Form der Präsentation einzubeziehen.

Schober/Öllinger haben nochmals die Wichtigkeit unterstrichen, die Bevölkerung in das Geschehen bzw. in das Gedenken miteinzubeziehen (z.B. im Rahmen eines Projektes mit den SchülerInnen der KMS Loquaiplatz) und so die Möglichkeit zu bieten, aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft zu lernen.

Ein erster Schritt in Richtung Um- bzw. Neugestaltung wurde getan. Klar ist, dass es sich um einen längeren Prozess handelt, und Umgestaltungen etc. nicht von einem Tag auf den nächsten geschehen werden.

Hartnäckigkeit und ein am Thema „Dranbleiben“ sind notwendig und wichtig, damit dieser Prozess weitergeführt wird.

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