Neue Gedenktafel montiert

Wie den aktuellen Wiener Bezirksmedien („Bezirkszeitung“ und „Bezirksblatt“) zu entnehmen ist, wurde oberhalb des Haupteinganges zum PensionistInnenwohnhaus am Loquaiplatz 5 die neue Gedenktafel bereits montiert.

Diese erinnernt an die ehemalige Mariahilfer Synagoge, die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Mariahilf und an jene Menschen, die vom NS-Regime Verfolgte versteckten.

Interessant im Zusammenhang mit der Montage: Die Initiative „Mariahilfer Synagoge – Für einen würdigen Ort des Gedenkens“ wurde darüber von KEINER Stelle informiert …

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Bilder:

Bezirksblatt 18/2010_27./28. 9. 2010 Bezirkszeitung Nummer 39, 29. September 2010

Bezirksblatt, 18/2010; Bezirkszeitung, 39/2010

Gedenktafel neu oberhalb des Haupteinganges - Detail Gedenktafel neu oberhalb des Haupteinganges

Fotos: G. Schober + P. Öllinger

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4 Antworten to “Neue Gedenktafel montiert”

  1. Michael Karjalainen-Dräger Says:

    Wie heißt es so schön: Der Erfolg ist wichtiger als die Lorbeeren. Dennoch halte ich diese Vorgangsweise, die typisch für die Politik ist, gute Ideen von anderen zu vereinnahmen und sich auf die eigenen Fahnen zu heften, für absolut kritisierbar.
    Danke euch beiden für diese Initiative.
    Gibt es heuer wieder eine Gedenkveranstaltung anlässlich Novemberpogrome? Ich wäre auch aktiv dabei, also auch in der Vorbereitung.

    • mariahilfersynagoge Says:

      Lieber Michael!

      Das Lorbeerblatt ist ein vielfältig verwendbares Gewürz. Ich verwende es gerne bei der Zubereitung von Suppen. 😉 Dort entwickelt es eine beruhigende Wirkung auf den Magen. Einen gesunden Magen hatte man auch bisher rund um das Engagement der Initiative „Mariahilfer Synagoge“ notwendig. Die Versuche reichten bzw. reichen von Ignorieren bis Instrumentalisieren. Nur das breite Engagement vieler Menschen hat die jetzige Lösung ermöglicht. Und genau da liegt der „Hase im Pfeffer“. Nicht nur die GründerInnen der Initiative wurden nicht informiert, sondern auch über 900 Menschen, die die Initiative unterstützen.

      Es ist ganz in unserem Sinn, wenn, wie im Vorjahr, eine würdige Gedenkveranstaltung stattfindet. Voraussetzung dafür ist, daß sich eine Gruppe findet, die diese vorbereitet.

  2. Weissenböck Marie-Louise Says:

    Lieber Georg, liebe Petra,
    danke für diesen wertvollen Beitrag, den ihr durch eure Initiative zu einem würdigen Gedenken an die Menschen der NS Zeit geliefert habt.
    Es ist schwer zu verstehen, warum euch niemand informiert hat über die Montage.
    Aber es gibt Menschen, die wissen, wie hart ihr für diese Sache gekämpft habt! Das Ziel ist erreicht: Es gibt eine neue Tafel und eine würdige Gedenkstätte!
    Danke für eure Ausdauer und euer Herz für diese Sache!
    Mit großer Bewunderung und herzlichen Grüßen,

    Marie-Louise

    • mariahilfersynagoge Says:

      Liebe Marie-Louise!

      Die Anbringung der Tafel (ein zeitgemäßer und würdiger Text) ist ein Erfolg. Ein Erfolg, den die Initiative mit der Unterstützung vieler hunderter Menschen erkämpft hat. Die Gedenkafel legt sozusagen die Basis: Die Frage, die uns beschäftigen sollte ist die, wie die Tafel bzw. das Gedenken an die Opfer eine nachhaltige Wirkung (aus der Geschichte lernen) entfalten kann. – Wir haben diesbezüglich beispielsweise im vergangenen Schuljahr mit der KMS Loquaiplatz ein Gespräch geführt. Es ging darin unter anderem um die Aufarbeitung der Schulgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus durch die heutigen SchülerInnen.

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