Bücherverbrennung im Nationalsozialismus

Der Jahrestag der Bücherverbrennung im Deutschen Reich jährt sich am 10. Mai 2013 zum 80. Mal. An die Bücherverberbrennung am 30. April 1938 in Salzburg erinnern wir uns zum 75. Mal.

Diese Tage sind ein Anlass, um der vielen damals aus der öffentlichen Wahrnehmung getilgten AutorInnen zu gedenken, vor allem aber, sie zu lesen und damit auch ein Zeichen gegen (Neo-)Faschismus und Rassismus zu setzen.

Die Kultur- und Wissenschaftsinitiative „Der Duft des Doppelpunktes“ bietet zum Thema Bücherverbrennung eine Reihe von Beiträgen und ein Literaturquiz. In diesem werden in Form von literarischen Rätseln AutorInnen gesucht, deren Werke 1933/1938 verbrannt wurden bzw. die ermordet oder ins Exil gezwungen wurden.

Weiterführende Infos:
Literaturquiz „80 Jahre Bücherverbrennung“ oder „Bücherverbrennung und Exilliteratur im Nationalsozialismus“.

Erich Kästner (1879 – 1974) brachte die Bedeutung der Bücherverbrennung 1933 für die Gegenwart in einer Rede zum 25. Jahrestag dieses Ereignisses auf den Punkt.

„Das blutige Rot der Scheiterhaufen ist immergrün. Einen dieser Scheiterhaufen haben wir, mit bloßem Auge, brennen sehen. Ich hatte angesichts des Scheiterhaufens nicht aufgeschrien. Ich hatte nicht mit der Faust gedroht. Ich hatte sie nur in der Tasche geballt. Warum erzähle ich das? […] Weil, immer wenn von der Vergangenheit gesprochen wird, auch von der Zukunft die Rede ist.“

Aus: Erich Kästner „Über das Verbrennen von Büchern“, Ansprache auf der Hamburger PEN-Tagung am 10. Mai 1958.

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